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Hightech, Unternehmertum und Kultur – Eine Woche im Herzen des Silicon Valley

Vom 18. bis zum 25. Februar 2025 hatten wir, zwölf SchülerInnen des BEAM-Kurses am Hölderlin-Gymnasium, die einmalige Gelegenheit, das Silicon Valley, Heimat von zahlreichen Start-up-Firmen und weltweit tätigen Technologieunternehmen hautnah zu erleben. Unser Ziel war es, tiefere Einblicke in die Welt der Technologie, Innovation und Bildung zu gewinnen – und zugleich die amerikanische Kultur und Natur kennenzulernen.

Ankunft und erste Eindrücke

Nach einem knapp zwölfstündigen Flug landeten wir voller Vorfreude in San Francisco. Ein Teil unserer Gruppe wurde herzlich von Gastfamilien aufgenommen, während die restlichen SchülerInnen sowie die Lehrkräfte in einem beeindruckenden Airbnb untergebracht waren. Auf dem Weg dorthin konnten wir bereits erste Eindrücke der kalifornischen Landschaft und Architektur sammeln.
Die größte Herausforderung bestand zunächst darin, sich an die neun Stunden Zeitverschiebung zu gewöhnen – doch die Neugier und Aufregung ließen den Jetlag schnell vergessen.

Einblick in eine der renommiertesten Universitäten der Welt: Stanford University

Der erste Programmtag begann direkt mit einem Höhepunkt: dem Besuch der Stanford University. Dort hatten wir die Ehre, an einer Diskussion mit Martin Hellman teilzunehmen – dem Kryptografie-Pionier und Turing-Award-Gewinner, der das Diffie-Hellman-Schlüsselaustauschverfahren entwickelte. Dieses Verfahren bildet die Grundlage für sichere Internetverbindungen und steckt im „s“ (security) von „https“.

Anschließend hörten wir einen inspirierenden Vortrag von Sonali Rammohan, Evaluation and Learning Director bei Stanford Seed (Stanford Institute for Innovation in Developing Economies), einem Programm der Stanford Graduate School of Business. Sie erklärte uns, wie Stanford Seed Unternehmer in Afrika, Südasien und Indonesien unterstützt, um wirtschaftliches Wachstum und soziale Veränderungen zu fördern.

Nach diesem akademischen Einblick erkundeten wir den imposanten Campus mit Mostafa Akbari, der uns durch die weitläufigen Anlagen führte – inklusive der berühmten Hoover Tower, der historischen Memorial Church und der ikonischen Palm Drive. Mostafa selbst stammt aus Deutschland und hat in San Francisco erfolgreich ein Start-Up Unternehmen gegründet.
Den Tag ließen wir in der Stanford Shopping Mall ausklingen, einem beliebten Treffpunkt mit einer Mischung aus Luxus- und Alltagsgeschäften.

Schulleben an der Gunn High School

Am zweiten Tag tauchten wir in den amerikanischen Schulalltag ein und besuchten die Gunn High School in Palo Alto. Dort präsentierten wir in der BEAM-Klasse unsere eigenen Projekte/Pitches und erhielten wertvolles Feedback von den amerikanischen SchülerInnen.

Besonders spannend war unser Besuch in der German 1 Class, wo wir mit Anfängern spielerisch Deutsch übten. In der fortgeschrittenen German Class, die wir in der letzten Schulstunde noch besuchten, konnten wir uns intensiver mit den SchülerInnen austauschen und so auch besser kennenlernen.

Ein Highlight war der Unterricht in Principles of Business, in dem wir gemeinsam mit amerikanischen SchülerInnen kreative Erfindungen weiterentwickelten, wie z.B. den lustigen Burger-Halter, der freie Hände zum Zocken ermöglicht. Anschließend präsentierten die einzelnen Gruppen Ihre Ergebnisse in einem Wettbewerb.

Zum Abschluss des Schulbesuchs schauten wir bei einem Baseballspiel der Schulmannschaft vorbei und erlebten hautnah, welche große Bedeutung der Sport an amerikanischen Schulen hat.
Wir waren insgesamt sehr fasziniert von der Schule und dem amerikanischen Schulsystem, welches sich stark von unserem unterscheidet. Auch von dem breiten Angebot das SchülerInnen nach der Schulzeit zur Verfügung steht, wie z.B. einem schuleigenen Schwimmbad, Baseballfeld, Basketballfeld waren wir positiv überrascht.

Technologie und Innovation hautnah erleben

Der dritte Tag stand im Zeichen der innovativen Tech-Unternehmen des Silicon Valley. Unser erster Stopp führte uns zu Intuitive Surgical /Robotics, einem Unternehmen, das mit seinem Da Vinci-Operationssystem robotergestützte Chirurgie revolutioniert hat. Besonders beeindruckend war es, die Roboter selbst auszuprobieren und die Präzision der Technologie hautnah zu erleben.

Danach besuchten wir die Google Visitor Experience, wo wir das legendäre und beeindruckende Google-Gelände erkundeten. Lustig zu sehen waren dabei die in Google-Farben gehaltenen Fahrräder, die allen BesucherInnen zur Erkundung des Geländes zur Verfügung standen.

Zum Abschluss des faszinierenden Tages waren wir noch in der gigantischen Westfield Valley Fair Mall, die mit über 200 Geschäften und 65 Restaurants nicht weniger beeindruckte.

Geschichte und Stadtführung mit dem ehemaligen Bürgermeister

Ein weiteres Highlight am Folgetag war die Stadtführung durch Palo Alto mit Pat Burt, dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt. Er zeigte uns nicht nur bedeutende Orte, sondern gab uns auch spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt und die Entwicklungen, die das Silicon Valley mit all seinen weltweit erfolgreichen Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist: das globale Zentrum für Technologie und Innovation. Hier haben Unternehmen wie Apple, Google, Facebook (Meta) und Tesla ihren Ursprung oder Hauptsitz und treiben mit ihren bahnbrechenden Entwicklungen den digitalen Wandel voran. Start-ups, Venture-Capital-Investoren und führende Forschungseinrichtungen prägen die Region und machen sie zu einem einzigartigen Ökosystem für Unternehmer und kreative Köpfe aus aller Welt.

Beim anschließenden Brunch mit Mitgliedern von Neighbors Abroad – der Organisation, die diese Reise ermöglichte – sowie den Gasteltern der Gunn High School, hatten wir Gelegenheit, uns weiter zu vernetzen und über kulturelle Unterschiede auszutauschen.

Nachmittags besuchten wir auf unseren Wunsch einen großen Second-Hand-Shop und stellten fest, dass nachhaltiges Einkaufen in den USA einfacher ist als in Deutschland. Riesige Second-Hand-Shops und viele davon finden sich fast überall!

Den Abend verbrachten wir bei einem mitreißenden Basketballspiel der Stanford University gegen die University of California – die super Stimmung in der mit Fans gefüllten Halle war eine einmalige Erfahrung. Wir freuten uns besonders, dass die Stanford University gewonnen hat.

Naturwunder und Küstenromantik

Am nächsten Morgen führte uns bei strahlendem Sonnenschein ein Tagesausflug in den Henry Cowell Redwoods State Park, wo wir die gigantischen Mammutbäume bestaunten. Danach besuchten wir die Küstenstadt Santa Cruz, wo die lebendige Strandpromenade und der Freizeitpark direkt am Pazifik für Begeisterung sorgten.

Die anschließende Fahrt auf dem berühmten Highway 1 nach San Francisco war atemberaubend. Die kurvige Straße bot spektakuläre Ausblicke auf die Steilküste und das Meer. Ein Besuch der Golden Gate Bridge durfte natürlich nicht fehlen – auch wenn sie an diesem Tag leider komplett im Nebel lag, war ihre imposante Präsenz beeindruckend.

Abschlusstag: Entrepreneurship und Studium in den USA

Die Tage vergingen wie im Flug. Schon stand der letzte Programmtag an. Dieser führte uns an die Santa Clara University, eine der ältesten Universitäten Kaliforniens. Beim Frühstück mit Morgan Slain (Venture Capitalist), Cristina Flores (Gründerin von BEAM), Prof. Birgit Koopman-Holm (Psychologin an der Santa Clara University) und einer Studentin der Universität hatten wir die Gelegenheit, all unsere Fragen wie z.B. zur Gründung von Start-Ups, das Studentenleben in Amerika und vielen anderen Themenbereichen zu stellen und damit unseren Erfahrungsschatz zu erweitern.

Daran anschließend präsentierten wir Ihnen unsere Projekte und erhielten konstruktives Feedback, insbesondere von Morgan Slain und Cristina Flores, das uns wertvolle Impulse für unsere Weiterentwicklung gab.

Zum Abschluss führte uns Prof. Koopman-Holm über den Campus und teilte faszinierende Einblicke in die Geschichte der Universität.

Fazit: Eine Reise voller Inspiration und Erkenntnisse

Die Woche in Kalifornien war eine einzigartige Erfahrung, die uns weit über den schulischen Kontext hinaus bereichert hat. Wir konnten nicht nur tief in die Welt des Unternehmertums, der Technologie und der amerikanischen Bildungslandschaft eintauchen, sondern auch die Kultur und Lebensweise vor Ort intensiv erleben.

Besonders wertvoll war die Möglichkeit, das offizielle Programm durch eigene Erkundungen zu ergänzen – so konnten wir auch individuelle Interessen verfolgen und die Reise mitgestalten. Diese Erfahrung hat uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich wachsen lassen und gezeigt, wie bereichernd internationale Begegnungen und interkultureller Austausch sind. Eine unvergessliche Woche voller Inspiration, neuer Perspektiven und wertvoller Kontakte!